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Stefan Petzner hat gute Arbeit geleistet. Wenn man in Österreich an „orange Button-Politiker“ denkt, denkt man an seine Parteikollegen im BZÖ.

Auf deren schon unter den Penetranz-Paragraphen fallenden (selbstverständlich orangen) Buttons prangt „GENUG GEZAHLT!“.

Die sich als liberal aufspielende Jörg Haider Nachfolgertruppe trägt damit ihr ausgefeiltes Wirtschaftskonzept vor sich her … fast so durchdacht wie „Freibier für Alle“ oder „Mehr Sonnenstunden“.

Ganz abgesehen von der medialen Penetranz des Buttons selbst, dem ständig mit sich herumgetragenen Mini-Taferls, verstehen es auch die Mitglieder dieser Partei selbst zu nerven.

Da wird etwa die Halbierung der Anzahl der Nationalratsabgeordneten gefordert, oder die Abschaffung des Bundespräsidenten.

Oder man bezeichnet die OSZE-Berichte zu den russischen Wahlen als falsch, weil der rechtsrechte Parteirecke in Russland Wahlbeobachter war und man eine lettische Freundin weiß, die eh alles in Ordnung findet.

Oder stellt parlamentarische Anfragen an die Justizministerin, in denen gefragt wird, wo Karl-Heinz Grasser Hendln vergraben hat.

Oder ruft einen Tankstellenboykott am 1. März aus, der zuvor schon seit Wochen durch Facebook gegeistert ist – natürlich ohne jegliche Auswirkung.

Oder der verurteilte (und mittlerweile unbescholtene) Nationalratsabgeordnete erzählt, seine Maklertätigkeit wäre in Wirklichkeit nur ein Praxislehrgang in einem Immobilienmaklerkurs.

Oder kann vom Haider-Kult ned ablassen und kündigt deswegen scho mal nicht platzende Bomben vor Gericht an.

Oder will ein viel besprochenes und kritisiertes Gutachten nicht mal gelesen haben (und will es von Armin Wolf das erste Mal erhalten haben).

Oder, oder, oder … man sieht, bizarr as bizarr can.

Und langsam muss ich sagen, es nervt gewaltig. Deshalb, meine Aufforderung:

Button: Genug genervt!

Ein BZÖ, das sich auf dem Niveau des männlichen Teils einer Maturareise aufführt, kann ich keinesfalls ernst nehmen. Der abgesonderte Schwachsinn dieser Truppe verstopft meine Gehörgänge und Ganglien.

Und ein Entkommen ist kaum möglich, denn als im österreichischen Parlament vertretene Partei sind sie großflächig in den Medien vertreten.

Man kann nur hoffen, dass sie bezüglich ihres Vorschlags der Halbierung des Nationalrates mit gutem Beispiel vorangehen und sich aus selbigen ehebaldigst verabschieden.

Und nein, die „Alternative“ Stronach sagt mir überhaupt ned zu. Die Hoffnung, dass sich die Haider-Sympathisanten in zwei Lager aufsplittern is mir mittlerweile zu wenig.

PS:

Wer basteln möchte (oder was auch immer damit tun will), hier zwei Vorlage-Grafiken (cc by-sa 3.0 by AnChVIE):

Genug genervt! (schwarz auf orange)Genug genervt! (orange auf transparent)

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