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… ist ein Vergleich.

Ich verwende Vergleiche auch gerne, um Sachen zu vereinfachen bzw. um einer Diskussion eine bestimmte „Richtung“ zu geben. Wohl wissend, dass der oben genannte Satz sehr häufig zutrifft.

Im Prinzip ist auch gegen Vergleiche nichts zu sagen, solange eine daran folgende Diskussion oder Relativierung stattfindet.

Was mich allerdings ziemlich nervt sind diese Argumente, die sich auf „X is eh nix anderes als Y – behandeln wir es deshalb auch wie Y“. Erschreckend rückwärts gewandt diese Problemlösungs-Strategie.

Etwa bei Google Street gehört: „Ich kann ja auch Häuser fotografieren und sogar veröffentlichen“. Genau, stimmt. Aber es ist ein Unterschied ob das systematisch, flächendeckend und vor allem tag- und verknüpfbar öffentlich geschieht oder die Fotos im zweimal im Leben geöffneten „Meine Umgebung“-Foto-Ordner vor sich hin dämmern.

Auch in der Urheberrechtsdebatte gehört: „Wir haben ja seinerzeit auch alle vom Radio die Songs auf Kassette aufgenommen“. Genau, stimmt. Mit dreinquatschenden Moderatoren, einem zeitlichen 1:1 Recording- und Kopieraufwand und einem „Distributions-Netzwerk“, das sich mehr oder weniger auf die paar Freunde und Verwandte beschränkte, die den gleichen Musik-Geschmack geteilt haben.

Ich finde derartige Simplifizierungen mit „Wir haben ja immer scho“-Argumenten irgendwie schade – man klammert nämlich damit „das neue Jetzt“ aus.

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