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Mein Veröffentlichungs/Kommunikations-Medium ist Twitter. Diese unvermittelte Kommunikation, die zwischen Microblogging und Chat, zwischen Ernsthaftigkeit und Belanglosigkeit fluktuiert, ist meine bevorzugte „Spielwiese“. Meine Art der Kommunikation.

Früher habe ich mehr gebloggt – zumeist Artikel, die verschiedene Themen über unzählige Absätze hinweg durchkauten, bis am Schluss auch der wohlwollendste Leser das Weite gesucht hatte.

Twitter hat mich dazu „erzogen“, einen Gedanken griffiger zu formulieren – auf den Punkt zu bringen. Oft bei mir anzutreffen: der argumentative „Aufschlag“ (meist in Form einer rhetorischen Frage), der beim Leser „fertig zu Ende“ gedacht werden sollte. Spart eine Menge an Tipp-Arbeit ;-)

In letzter Zeit „genügt“ mir das allerdings nicht mehr.

Und dabei ist das 140-Zeichen-Limit bei Twitter gar nicht das Problem – sondern die chronologische Fortschreibung der Tweets.

Das führt nämlich hin und wieder dazu, dass ein schnell hinaus gezwitscherter Gedanke zehn Minuten später weiter geführt, aus dem Zusammenhang gerissen, kaum noch Sinn macht.

Und aus diesem Grund wird es (so ist es zumindest mein Ziel) wieder „mehr Blog“ von mir geben. Wobei ich mich dabei eines der großen Vorteile von Twitter bedienen möchte: dem Gedankenfetzen.

Der Vorteil eines Gedankenfetzen (so er denn als solcher erkennbar ist) liegt auf der Hand: Er ist offen – sowohl in Ergebnis, als auch in Richtigkeit.

Daher wird es auf diesem Blog eine Kategorie „Denkprozess“ geben, bei dem ich zu verschiedenen Themen eben diese Gedankenfetzen veröffentlichen werde.

Man kann mir hier also beim Denken zusehen – und ich habe die Freiheit, nicht erst auf meine Überzeugung warten zu müssen, alles durchdacht und abgewogen zu haben, bevor ich auf den Publizieren-Button klicke.

Selbstverständlich sind auch zu diesen Gedankenfetzen Kommentare ausdrücklich erwünscht. Allerdings immer unter der Prämisse: nix is fix ;-).

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